Wege in die Mysteriendramen
Diese Seite ist einem einzelnen, ungewöhnlich dichten Werkkomplex gewidmet: den vier Mysteriendramen, die Rudolf Steiner zwischen 1910 und 1913 verfasste. Ich nähere mich ihnen von zwei Seiten zugleich — als Sprach- und Literaturwissenschaftler, der ihre Bilder, Motive und ihre Stellung in der Literatur um 1900 untersucht, und als langjähriger dramaturgischer Berater an der Goetheanum-Bühne, der sie aus der praktischen Arbeit kennt: aus Proben, Regiegesprächen, von der Bühne selbst.
Hier sammle ich beides in loser, essayistischer Form: kurze Studien zu einzelnen Textstellen, Kontextualisierungen im Gespräch mit anderen Autoren der literarischen Moderne, biografische und werkgeschichtliche Aspekte, dramaturgische Beobachtungen. Der Anspruch ist nicht Vollständigkeit, sondern Genauigkeit im Einzelnen — eine Werkstatt eher als ein fertiges Kompendium.
Wer die Dramen noch nicht kennt: Es sind vier eng verbundene Bühnenwerke — Die Pforte der Einweihung, Die Prüfung der Seele, Der Hüter der Schwelle und Der Seelen Erwachen —, die den inneren Entwicklungsweg einer Gruppe von Figuren über mehrere Leben hinweg verfolgen. Mehr dazu in den einzelnen Beiträgen.
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