Neustart: warum diese Seite nach vier Jahren wieder auflebt
Der letzte Beitrag auf dieser Seite datiert vom Februar 2022. Der Sonne Licht durchflutet hiess er, nach der berühmten Eingangszeile der Pforte der Einweihung — und dann wurde es still. Kein Abbruch, kein bewusstes Ende, sondern das, was solchen Nebenprojekten oft passiert: Andere Arbeiten rückten nach vorn. Ein Vorwort für die Kritische Steiner-Ausgabe, ein Buchprojekt zu Owen Barfield, die eigene Forschung zur Stellung der Mysteriendramen in der literarischen Moderne — all das verlangte Zeit, die dann für die Webseite fehlte.
Die sechs Beiträge, die in den ersten Wochen des Jahres 2022 entstanden sind, stehen trotzdem noch für das, was diese Seite sein möchte: keine geschlossene Darstellung, sondern eine Werkstatt. Mysterium oder Mysteriendramen fragte nach der Begrifflichkeit, Selbsterkenntnis als Entwicklungsaufgabe nach einem der zentralen Motive, Theosophie nach dem geistesgeschichtlichen Umfeld, in dem die Dramen entstanden sind. Dazu kamen biografische und persönliche Notizen. Ein Anfang, mehr nicht — aber einer, an den ich jetzt anknüpfen will.
Was sich ändert
Ich forsche seit meiner Dissertation über die Spiegelmetaphorik in Steiners vier Mysteriendramen (Universität Basel, 2005, veröffentlicht 2006) an diesem Werkkomplex weiter, und ich war über Jahrzehnte als dramaturgischer Berater an der Goetheanum-Bühne unmittelbar mit den Texten befasst — offiziell 2013 bis 2017 bei der Faust-Produktion, davor und danach informell. Beides zusammen ergibt einen Blick auf die Dramen, den ich bisher vor allem in akademischen Formaten und in der Probenarbeit geteilt habe — selten aber in einer Form, die auch ohne Fachpublikum zugänglich ist. Das soll diese Seite jetzt leisten.
Konkret heisst das: Ab sofort erscheint etwa alle zwei Wochen ein neuer Beitrag — kurze Studien zu einzelnen Textstellen, Einordnungen im Vergleich mit anderen Autoren der Zeit um 1900, dramaturgische Beobachtungen aus der Bühnenarbeit, und immer wieder auch die Art von persönlicher Notiz, mit der die Seite 2022 begonnen hat.
Wer die alten Beiträge kennt, wird also vieles wiedererkennen. Wer neu dazukommt: herzlich willkommen. Der nächste Beitrag folgt in zwei Wochen.